Offener Brief an die Initiatoren und den Arbeitsausschuss von aufstehen

Hallo liebe Mitstreiter*innen von aufstehen,

dieser Brief ging gestern in die Arbeitsausschuss-Sitzung. Wir wollen Euch natürlich darüber informieren. Wir halten eine Antwort bis nächste Woche Freitag für angemessen und werden Euch berichten, ob und was seitens des Arbeitsausschusses geantwortet wird.

Wenn ihr dieses Anliegen unterstützt, würden wir uns sehr darüber freuen, wenn ihr diesen Aufruf hier in den Kommentaren mit unterzeichnet. Ausserdem könnt ihr diesen Brief gerne auf allen Kanälen teilen!


Hallo liebe Unterstützer und Mitglieder des Arbeitsausschusses von aufstehen,

wir sind von Anfang an bei der Bewegung dabei. Wir sind engagiert, opfern mit Leidenschaft und viel Enthusiasmus unsere Freizeit, um über aufstehen für Menschen in Deutschland wieder eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Wir sind alle Gründer und Treiber lokaler und regionaler Gruppen sowie Mitglieder in einer Vielzahl von Arbeitsgruppen, die einzelne Themen der Bewegung voranbringen möchten – ob kreative Kampagnen, Vernetzung, Technologieplattformen oder die Kommunikation. Wir sind kein formal repräsentatives Gremium, wir stehen aber mit besonders vielen Mitstreitern in Kontakt und können daher ein transparentes Bild der Stimmung in der Bewegung und der Gesamtsituation abgeben.

aufstehen ist fulminant gestartet! Etliche Mitglieder arbeiten daran, für Deutschland eine wirksame soziale Politik einzufordern. Doch jetzt stellt sich bei Vielen das Gefühl ein, dass sich so gut wie nichts mehr bewegt. Wir sind dabei, das Momentum der Bewegung ungenutzt verstreichen zu lassen. Schlimmer noch: Dies führt bereits zu Resignation und Abspaltungstendenzen Einzelner und ganzer Gruppen – auch von realen Aktivgruppen.

Das macht uns besondere Sorgen und treibt uns um:

Transparenz und Kommunikation. Wir sind so etwas wie der Mittelbau und wichtige Multiplikatoren für die Strategie und die politischen Kernbotschaften der Bewegung zwischen der Basis und der politischen Führung. Was wir vermissen, ist interne Kommunikation zu den Strategien von aufstehen. Was im Arbeitsausschuss und Arbeitsstab diskutiert und entschieden wird, tragen wir gerne als Botschaft zu den Mitstreitern. Allein es fehlt uns an Informationen darüber. Von einer Präambel als Regierungsprogramm, der Planung eines Kongresses oder eines basisdemokratischen Verfahrens für ein Regierungsprogramm erfahren wir bspw. nur über den allgemeinen Newsletter. Wir können grundlegende Fragen zu Euren Arbeitsaufträgen nicht beantworten, weil es uns an wichtigen Informationen fehlt.

Unsere Mitstreiter erwarten Antworten auf Fragen wie:

Wer trifft im Arbeitsstab und im Arbeitsausschuss die Entscheidungen?
Nach welchen Verfahren werden die Entscheidungen getroffen?
Wie werden die Entscheidungen dokumentiert?
Wie werden die Entscheidungen kommuniziert?
Welche Entscheidungen wurden bisher getroffen?

Wie sieht der auf der Webseite (www.aufstehen.de/teams) in Aussicht gestellte Vorschlag zur Bildung lokaler Delegationen aus?
Wie wird eine Partizipation der Basis an der Entscheidungsfindung künftig sichergestellt?

Die Basis verfügt über viel Know-How, welches wichtig für die Entwicklung der Bewegung ist – und sie hat eine Vielzahl von guten und wichtigen Ideen, die Schlagkraft für uns entwickeln können. Dieses Potenzial verpufft ungenutzt! Zusätzlich schadet die fehlende Durchlässigkeit der Bewegung massiv. Die Menschen fühlen sich unverstanden, nicht gehört und im Stich gelassen. Sie reagieren darauf mit Misstrauen und Ablehnung. Die sich aktuell vollziehende Spaltung der Bewegung ist eine direkte Folge der fehlenden Kommunikation.

Bewegungsarbeit. Die Aktiven, die sich in der Infrastruktur und in den Ortsgruppen engagieren, brauchen Eure direkte Unterstützung und Wertschätzung vor Ort. Wir benötigen dringend öffentliche und pressewirksame Aufrufe unserer prominenten Mitstreiter und deren Beteiligung an unseren Aktionen. Damit sprechen wir Euch alle an. Es ist nicht ausreichend, wenn nur die Auftaktveranstaltungen besucht werden. Es sind die vielen Aktiven vor Ort, die Euer Aller Unterstützung und Zuspruch benötigen.

Wie können wir Euch für eine Teilnahme an unseren Aktionen gewinnen?
Gibt es Konzepte, um als Bewegung zu wachsen? Wenn ja, welche?
Welche Aufgaben hat das Organizing-Team? Wer ist darin vertreten?

Social Media als Echokammer. Da es bisher weder ein Forum, noch eine anderweitige Community-Plattform für aufstehen gibt, hat sich Facebook zur Echokammer der Bewegung entwickelt. Hier sammeln sich Spalter, Trolle und selbstverliebte, selbsternannte Politführer. Hier scharen sie mehr und mehr Anhänger um sich und torpedieren die Arbeit der redlichen Mitstreiter und sämtlicher Entscheidungsträger im Social Media Bereich.

Alle Beteiligten sind dem ständigen destruktiven Input ausgesetzt. Zum Teil wird gezielt gegen Euch Stimmung gemacht. Diese Stimmungsmacher finden immer mehr Gehör und stellen schon jetzt eine massive Störung dar, die sich sogar auf die realen Aktivgruppen immer stärker auswirkt.

Die oben beschriebene Intransparenz und die fehlende Durchlässigkeit spielen dabei den Gegnern der Bewegung direkt in die Hände. Sowohl online als auch real werden immer mehr Stimmen laut, die die Existenzberechtigung des Arbeitsausschusses, des Arbeitsstabs und aller, durch sie eingesetzten Personen, bezweifeln.

Es hat sich mit der Zeit eine immer größere, zerstörerische Gegenbewegung gebildet und positioniert, die sich von “denen da oben” nicht mehr vertreten fühlt. Sie fordert teilweise offen ein “Aufstehen 2.0”. Diese Gegenbewegung arbeitet inzwischen sehr gezielt auf eine Übernahme oder Zerstörung der Bewegung hin.

Technische Arbeitsplattform. Den Mitgliedern fehlt eine einheitliche technische aufstehen-Infrastruktur, um sich zielgerichtet auszutauschen, zu koordinieren sowie um Arbeitsziele festzulegen und deren Fortschritt zu verfolgen. Dabei beruht der Erfolg von anderen Bewegungen, zum Beispiel Momentum, People for Bernie oder Podemos, ja gerade auf ihrer hohen digitalen Schlagkraft!

Es fehlt an einem Forum oder einer Online-Community als zentrale Arbeitsplattform. Lokale E-Mail-Adressen für die Ortsgruppen zur direkten Ansprache für Interessierte und zur Entlastung des Helpdesks wurden schon sehr lange versprochen. Das gilt auch für die Administration der Länderseiten durch die Aktivgruppen. Leider steht den Aufstehern nichts dergleichen zur Verfügung. Wenn es keine technischen Lösungen gäbe oder diese hohe Kosten verursachten, könnten wir dafür noch Verständnis aufbringen. Doch diese Lösungen existieren! Es fehlt am Entscheidungswillen und der Bereitschaft, Hilfe anzunehmen. Ein Resultat dieser Situation ist, dass es einen Wildwuchs von Gruppen und Foren gibt, die von aktiven Gegnern der Bewegung durchsetzt sind.

Bitte versteht dieses Schreiben als Warnung und Hilferuf EURER Leute, die direkt am Puls der Bewegung sitzen. Wir machen uns große Sorgen und glauben, dass unsere Bewegung an einem wichtigen Scheide- und Entwicklungspunkt steht. Nur zu einer Ansammlung von E-Mail-Adressen zu gehören, um innerparteilichen Druck auszuüben, reicht uns nicht aus. Wir sind überzeugt davon, dass auch Ihr viel mehr in dieser Bewegung seht! Wie Ihr, verstehen wir aufstehen als eine echte Bewegung, welche die aktuelle Politik aller Parteien – und vor allem der Regierungsparteien – unter Druck setzen soll, damit es endlich wieder eine starke politische linke Kraft in Deutschland gibt.

Wir werden weiterhin alles dafür tun, die Idee von aufstehen zu beleben und benötigen dafür Eure Unterstützung! Gleichzeitig drängt die Zeit! Wir freuen uns auf den Dialog mit Euch!

Liebe Grüße,
– Andrea Schaaf, Cedric Hoyer, Anne Ruppert, Uwe Kloth, Inge Such, Bernd Grah, Lisa de Zanet und Jörg Kiveris –

Über Uwe 25 Artikel
Wahlbayer aus dem Großraum München. Mein Engagement für aufstehen beruht in der Hoffnung, dass wir es schaffen mit einer linken parlamentarischen Mehrheit in Deutschland eine soziale, tolerante und umweltbewusste Politik durchzusetzen. Bis es soweit ist, zählt jede regionale Einzelaktion im Sinne dieses Ziels. Kontakt zum Autor: uwe@aufgestanden.org

101 Kommentare

  1. Ich stimme diesem offenen Brief absolut zu. Es ist die Intransparenz, die zu Mistrauen und der Suche nach anderen Lösungen für die Bewegung Aufstehen führt. Wir alle wollen aufstehen und sind bereits aufgestanden. Aber die sxcheinbar zentralistische Struktur von „Aufstehebn“ wiederspricht diametral dem gründungsaufruf und der Absicht, Demokratie von unten in Bewegung zu bringen. Auch sind manche Vorschläge, oder Richtungsweisungen aus einer wie immer gearteten zentrale nicht immer Hilfreich. z.B. der Aufruf zu einer gemeinsam gestalteten Regierungserklärung. Wir wollen nicht regieren, wir wollen den Regierenden laut und vernehmlich sagen, was wir von ihnen fordern. Siehe der Brief dwer Gelbwesten an die Abgeordneten. Das ist keine Regierungserklärung. Wir wollen nicht ein Stück des Kuchens „Regierung“ ab haben, dieser Kuchen schmeckt uns nicht. Wir wollen die Bäcker auffordern anderes Mehl zu nehmen.

  2. Ich stimme dem Gesagten grundsätzlich zu. Aber man sieht auch hier wieder ganz deutlich, dass er nur von einer kleinen Interessengruppe in der Bewegung – und mit dem Hintergrud von Eigeninteressen geschrieben wurde – und somit NICHT für die gesamte Bewegung zutreffen kann.

    Mir ist dieser offene Brief für eine Bewegung erstens viel zu unterwürfig formuliert. Zweitens werden Mitglieder der Bewegung von anderen Mitgliedern der Bewegung schon wieder als „Aussätzige“ und Gegner diffamiert, die die Bewegung zerstören wollen – das typische aus Parteien altbekannte Mittel, um „Parteifreunde“ auszuschalten und lahm zu legen. Ich dachte, Aufstehen sollte gerade das beseitigen?

    Transparenz schaffen wir nicht dadurch, immer GEGENEINANDER zu arbeiten – und zu versuchen, alles auf einen gemeinsamen, offiziellen Nenner zu bringen, sondern dadurch, dass alle wichtigen Funktionen zur gemeinsamen Arbeit von unten zur Verfügung stehen und die wichtigen Infos auf möglichst vielen Kanälen – unabhängig voneinander – verbreitet werden – ohne Filterung durch Einzelne und Interessensgruppen.

    Je mehr Kanäle wir haben, desto eher finden alle Verirrten da draußen unsere Infos – desto bekannter und transparenter wird Aufstehen – und desto mehr werden wir zu einer echten Bewegung!

    Es gibt inzwischen von der Basis eine ganze Reihe von Online-Angeboten wie Foren, Wikis und Chats. Auch Aufgestanden.org ist nichts anderes – und genauso „inoffiziell“ wie alle anderen! Probiert die verschiedenen Angebote doch einfach aus – statt immer zu sagen –

    „Das darf man nicht benutzen
    Das ist nicht offiziell
    Das ist schlechter als jenes
    Und Doppelarbeit ist das schlimmste, was wir machen können“.

    Das ist es nämlich absolut nicht!

    Vernetzung ist Trumpf!

    Wenn z.B. eine Plattform aufgrund technischer Probleme, Sabotage von Außen – oder aus irgendwelchen Interessen irgendwelcher Gruppen – plötzlich verschwindet – wie es in Facebook bereits passiert ist, dann müssen wir auf der nächsten Plattform bereits untereinander vernetzt und wieder arbeitsfähig sein!

    Also probiert die einzelnen Angebote auch nicht nur einmal, sondern schaut auch immer wieder rein, wie sich die einzelnen Plattformen durch neue Benutzer und Helfer verändern und weiterentwickeln!

    Was heute noch okay war, kann übermorgen schon nicht mehr passen, weil es Probleme mit zu vielen gleichzeitigen Nutzern gibt oder einfach von anderen besseren Lösungen übertroffen werden.

    Meldet euch auf allen halbwegs sinnvollen Plattformen an, vernetzt euch in der Breite – und versucht für eure Gruppe und eure individuellen Bedürfnisse die beste technische Lösung zu finden.
    Es gibt nicht die eine Lösung für alle Bedürfnisse!

    Wer im Team ein neues, politisches Programm für Deutschland, EU oder die Welt entwickeln möchte, der braucht ganz andere Werkzeuge als diejenigen, die sich nur über lokale Aktionen und Treffen abstimmen wollen.

    Benutzt übergangsweise alle das, was ihr wollt! Die beste Lösung wird sich am Ende von ganz alleine durchsetzen – und sie wird auch nicht von der Meinung von Technikfreaks oder von der Obrigkeit bestimmt, sondern von den jeweiligen Nutzern! Das sollte sich jeder klar machen, der für Aufstehen aufstehen möchte.

      • Alle Warnungen (über 30 Mails seit Anfang Oktober), gut gemeinte Ratschläge und jede kritische Anmerkung wurde nicht nur ignoriert, sondern mit Stigmatisierung behandelt

        Ein Fehler nach dem anderen wurde gemacht, Protest ins Leere geführt und die Bewegung wurde zusätzlich medialen Angriff ausgesetzt.
        Geradezu, als sei es gewollt …

    • Sehr treffend geschrieben. Mittlerweile ist jeder, der nicht der gleichen Meinung wie die der selbsternannten Politführer ist, ein Spaltpilz. Wer offen verlauten läßt, daß er nicht die Linken wählt, der wird gedisst und beleidigt. Und das sind die wahren Übeltäter, Mitglieder der Linken, die keine Gelegenheit auslassen, ihre linken Ideologien vehemmt in den Foren zu verbreiten.
      #aufstehen wird wahrscheinlich daran zerbrechen. Leider!

  3. Ich stimme dem Inhalt des offenen Briefes in vollem Umfang zu.

    Wo sind denn die ganzen prominenten Initiatoren, die prominenten Vertreter von aufstehen? Ich jedenfalls bekomme in der Summe kaum nennenswerte Bemühungen mit (auch jenseits der Mainstream-Medien wird nichts berichtet).

    Dabei seid IHR seid es doch, die mediale Aufmerksamkeit erzeugen können! Und das ist neben den Organisationsstrukturen mit das Wichtigste, was fehlt.

  4. Ich stimme dem offenen Brief im Wesentlichen zu. „Regierungserklärung“ ist mißverständlich. Besser sollten wir von unserem „Regierungsauftrag“ sprechen.

  5. Spalterei kann ich noch nicht erkennen bei uns in Stade. Es scheint aber klar keine durchdachte Aufbau- und Ablauforganisation zu geben. Mit den zwischengeschalteten Leadgruppen (SMT, OT, HDT, TT), mit wenig Personal und ohne funktionierende Arbeitsplattform, kneift es zur Zeit an allen Ecken und Enden. Jeder entscheidet aus dem Bauch heraus und hofft, dem Gründungsaufruf zu entsprechen. Und auch unterschiedliche Verlautbarungen der Gründer zu gleichen Themen sind nicht hilfreich. Und unterschiedliche Aussagen auf alle Ebenen führen dann eben zur Verwirrung, Unmut und machen es am Ende denjenigen leicht, die schaden wollen. Dem Ganzen muss jetzt relativ schnell eine Organisation (nicht Partei) aufgesetzt werden, sonst verpufft es.

  6. Hallo zusammen!
    Wollen wir eine Partei werden? Die Frage nach einer Regelung der basisdemokratischen Abstimmung zu einem Regierungsprogramm, hat mich etwas verwirrt, ehrlich gesagt.
    Leider ist von der Bewegung Aufstehen nur eine Kopie der üblichen Abläufe anderer Parteien geblieben.
    Jeder fraktionslose Politiker in irgendwelchen Gemeinde- und anderen Räten, jede Menge bekanntere Politiker, die gerade nicht so gefragt sind, krabbeln Aufstehen in den Pelz und halten sich für on vogue.
    Keine Partei, eine Bewegung, das wäre schlagkräftig.
    Die Frage der Kommunikation finde ich sehr interessant.
    Wir können öffentlich diskutieren, auch wenn es ein paar Trottel -innen gibt, aber die gibt es immer.
    Und die ganz harten können auch ihren Senf dazugeben.
    Man muss nicht immer der gleichen Meinung sein. DAS ist Demokratie. Sich die andere Meinung anhören und sein eigenes Bild bilden.
    Gruß Axel

  7. Ich stimme absolut zu. Ich finde, es ist beinahe etwas zu unterwürfig formuliert. Die Transparenz bei der Entscheidungsfindung ist die Voraussetzung für eine von der Basis her funktionierende Bewegung. Ansonsten werden wir eventuell zu einer Partei von vielen. Wenn wir etwas Verbindendes ausstrahlen sollen, müssen wir dies auch vorleben!

  8. Ich stimme Werner Noske voll und ganz zu und wir müssen uns alle an der Nase fassen, die glauben in ihren Verhalten immer nur zu folgen.. ein hinterfragen ist ebenfalls legitim und Ausschlußverfahren von Mitstreitern sollten genau überlegt sein, ob sie überhaupt im Einflussgebiet von verifizierten Gruppen lagen. Wer sich Machtverhältnisse schafft und glaubt richten zu müssen, solklte anfangen sich selbst mal zu kontrollieren.

  9. Fachlich nach innen streiten ist substanziell für eine Bewegung. Geschlossenheit nach außen zu zeigen gehört aber ebenfalls dazu. Leider gelingt es uns zur Zeit nicht, euch dahingehend zu motivieren, mit uns zusammen zu arbeiten. Auch wenn ich mich wieder einmal wiederhole. Die Basis jeder Tätigkeit ist eine transparente und belastbare Struktur. Das muss der ERSTE SCHRITT SEIN. Alles andere kann parallel oder nachgeordnet betrachtet werden. Ohne Struktur ist alles nichts. Persönlich habe ich mich angeboten, dass Thema der Gesamtstruktur zu übernehmen sowie einen Entwurf zu erstellen und dem AS vorzulegen. Aufgrund meiner Erfahrung und meiner Qualifikation halte ich mich dafür durchaus geeignet. Nur so komen wir wirklich weiter.

    Aus geannten Gründen unterstütze ich den Brief inhaltlich und erwarte (nein fordere) endlich eine entsprechende konstruktive Reaktion aus dem Elfenbeinturm. Nutzt endlich unsere kostenlose Kompetenz und gebt Verantwortung ab.

    Denn: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun“. (Molière)

  10. ich sitze auf heißen Kohlen zum mit-machen,
    ich bin kein Mensch für´s vor-machen,
    aber ich finde keine Mit-Streiter in der Nähe von Erkner
    die mich mit-machen lassen würden.
    ein organisatorisches Desaster, wenn man fühlt, wie viele mit-fühlen.
    sehr schade.

  11. Ich mag nicht die früheren Braunkittel, die heute ein dauernd blau tragen. Auch mag ich die verdeckten Luegenmaerchen der SPD Genossen nicht. Sie bauen den Sozialstaat mit Grünen und CDU ab. Bin nur der Wähler. Merke ich, dass sich solche Gruppen in aufstehen tummeln, um Seelen zu gewinnen, werde ich mich zurück ziehen. Dann werde ich natürlich in meiner Wahlentscheidung die Aussagen von Aufstehen mit einfließen lassen. So einfach ist das und ich träume von keinem politischen Amt.

    • Eines von vielen inoffiziellen Foren, dass von einer kleinen, regionalen Gruppe betrieben wird. Wo sich die Mitstreiter*innen dann verlieren. Deshalb halten wir ein offizielles, überregionales Forum als zentrale Anlaufstelle für notwendig.

  12. Ich unterstütze die Aussage des Briefes vollumfänglich. Wobei ich es nicht für schlimm finde wenn einige Spalter ihre eigenen Wege gehen. Diese Leute sind oft destruktiv und darauf konzentriert was nieder zu reissen, vom aufbauen verstehen sie wenig. Dazu gehört nämlich auch zuhören und demokratische Entscheidungen der Gruppe zu akzeptieren. Dazu sind manche nicht bereit.

  13. Ich unterstütze den Kommentar von Frank W. und ebenso inhaltlich den offenen Brief. Grundsätzlich sehe ich “aufstehen“ in der Tradition der APO, die vor ähnlichen Problemen stand, wie sie heute vorzufinden sind. Eine mangelhafte Struktur hat allerdings schon oft zum Scheitern einer guten Sache beigetragen.

  14. Grundsätzlich stimme ich dem offenen Brief zu – bis auf die in den Raum gestellten Behauptungen, dass Feinde der Sammlungsbewegung diese zerstören wollten. Feinde im Netz identifizieren wollen (kaum möglich), um sie abzuwehren (wie denn?), heißt: Misstrauen, Unterstellungen, Diffamierungen -> negativer, ungesunder Stress. Engagierte Menschen bei aufstehen sollten ihre Energien lieber in positive Bahnen lenken. Ich versuche dies momentan virtuell (mangels realer Möglichkeiten vor Ort),indem ich mich im Forum aufstehen-wiki.de von Werner Noske informiere, wie die Sammlungsbewegung so strukturiert werden kann, dass auch ein politischer und digitaltechnischer Laie wie ich sich in ihr „zu Hause“ fühlt. Im Facebook-Chaos jedenfalls ist dies nicht der Fall.

  15. Ich unterstütze die Inhalte des offenen Briefes in vollem Umfang und gebe gleichzeitig zu bedenken, daß mit jedem Tag des Wartens auf eine Antwort vom Arbeitsausschuss mehr Mitglieder und Sympatisanten abspringen. Die Fehler der meist politisch Erfahrenen im Arbeitsausschuss der vergangenen 2 Monate sind gravierend und sehr schwer entschuldbar, denn ich unterstelle den Meisten Kompetenz und Erfahrung und historische Beispiele wie man Organisationen gegen die Wand fährt.

    So nicht, Freunde!
    Christoph Ganesha Lauterbach /Hamburg, Ortsgruppe AUFSTEHEN HH-Nord

  16. Ich stimme dem Offenen Brief zu. Er spricht die meisten meiner Fragen und Überlegungen aus. Ich weiss, dass viele Aktive unserer Gruppe in Oranienburg dieselben Fragen haben. Bemerkungen in den Kommentaren hier, dass der Offene Brief „fast etwas unterwürfig“ formuliert sei, teile ich (auch wenn ich nicht glaube, dass es um „Unterwürfigkeit geht, sondern um eine bestimmte Auffassung der Briefschreiber über ihre Rolle in der Bewegung). Die vorgebrachten grundsätzlichen Überlegungen (Werner Noske, Frank W.) über die Art und Weise einer modernen Volksbewegung zeigen, dass auch zu Grundfragen großer Diskussionsbedarf besteht.
    Ich bin der Auffassung, dass Aufstehen eine „neuartige Bürgerbewegung“ werden muss, eine, die es bisher nirgends gibt. Was das konkret heißen soll, wäre dringend zu diskutieren. (Ich versuche dazu noch heute, etwas auf meine Webseite zu stellen.)
    Wo? Mein Vorschlag: Auf „aufgestanden.org“, solange es nichts Anderes gibt.

  17. Ich unterstütze den Aufruf ebenfalls, wenn ich auch das eine oder andere noch hinzufügen oder ergänzen würde. Der Weg ist das Ziel, dranbleiben und durchhalten für das Endziel einer neuen besseren sozialen Politik. Daher nehme ich die Anfangsproblem in Kauf, Spreu und Weizen werden sich trennen mit der Zeit.

  18. In dem offenen Brief steckt viel Wahrheit, nicht nur gefühlt, und deshalb kann ich diesen ohne wenn und aber auch zustimmen. Es fehlt eine intakte und funktionsfähige durchgängige Struktur von der Basis bis zum Gründungsteam. Die Basisgruppen sind dabei die am besten funktionierenden Einheiten in der Bewegung und werden doch gefühlt ganz schön allein gelassen. Ihre Meinungen und Vorschlänge von unten nach oben sind genau so lebenswichtig wie die Informationen von oben nach unten. Ohne dieses Zusammenspiel kann es nur Chaos geben. Für mich ist dabei fraglich ob noch per Gruppen dieses Chaos beenden oder noch weiter eine Spaltung befördern.

  19. Ja, die Fragen und Forderungen sind notwendig. Denn ohne die mediale Resonanz und eine funktionierende EDV-Lösung finden sich immer weniger aktive Aufsteher. Ohne den technischen Unterbau wird es statt einem Aufstehen zu einem Gewurstel. Ohne den Aufstand der Betroffenen versandet die Aufstehen-Bewegung und bleibt stehen, ja wird sich zurück entwickeln. Wir haben nur bis zum nächsten Frühjahr Zeit die Aufstehen-Bewegung zu einer Massenbewegung wachsen zu lassen.

  20. Diesem Brief stimme ich voll und ganz zu.
    Wir haben eindeutig ein Nachlassen der Motivation und Bereitschaft sich einzubringen. Das trifft sicherlich nicht auf die vielen zu, die Gruppen, sei es online oder real, organisieren und leiten. Oft ist bei Versammlungen der realen Gruppe ein Wunsch nach Unterstützung und auch Motivationshilfe zu spüren. Ich glaube, wir sind an einem Punkt, wo prominente Hilfe auf Veranstaltungen dringend gebraucht wird, Informationen weitergegeben werden und so Dinge wieder in Schwung gebracht werden.
    Gemeinsames Handeln durch Informationen und Transparenz ist der beste Weg zu einer richtigen schlagkräftigen Bewegung.

  21. Mein Beitrag wurde nicht freigeschaltet. Ich identifiziere mich nicht mit dem Brief, es schiebt in einigen Bereichen Verantwortlichkeiten auf Instanzen, obwohl man es selbst regeln kann. Insgesamt kann man froh sein, wenn nichts von oben kommt, dieser „Hilferuf“ nach Vorgaben ist für mich vollkommen unverständlich und scheint darauf zu basieren, dass Einige Facebook mit der Bewegung im echten Leben verwechseln. Zu destruktiv, wenig eigenverantwortlich.
    Erhält meine Unterstützung nicht.

    • Sorry, die Resonanz auf den Brief überlastet die kleine aufgestanden-Mannschaft etwas 😉

      Wir haben da ein bisschen unterschiedliche Auffassungen einer Bewegung und vor allem über deren Ziele. Sowas spontanes, unorganisiertes wie die Gelbwesten scheitert in Deutschland an der Mentalität und der Protestkultur. Um hier eine Änderung des Gesellschaftssystem zu bewirken, bedarf es einer überegionalen Gruppe, die an einem Strang zieht. Und es bedarf Köpfe, die eine große Menge von Menschen begeistern können. Da helfen keine Grüppchen dort und Grüppchen hier. Dazu benötigt es letztendlich eine zentrale, aber transparente und demokratische Struktur. Kleine Protest-Vereinigungen, die nichts bewirken, haben wir bereits genug in Deutschland.

      Und zumindest ich kämpfe vom ersten Tag gegen diese Facebook-Lastigkeit der Bewegung, sonst hätte ich diese Seite nicht bereits im September online gehen lassen – neben zahlreichen lokalen Aktivitäten vor Ort.

    • Ich teile die Ansicht von Ingo von Hoesslin und stimme auch der Kritik von Werner Noske zu, denn bei einigen Unterzeichnern fällt mir auf, dass sie in vielen Foren selbst im Zentrum der Kritik stehen, wenn es um Transparenz und Gleichheit geht.

  22. Ich stimme dem Inhalt des offenen Briefs voll zu. Einen Gedanken von Werner Noske möchte ich aber auch bestätigen: Außer den dringend benötigten zentralen Kommunikationsstrukturen sind auch inoffizielle Vernetzungen sehr wichtig. Aus meiner Erfahrung der letzten Jahrzehnte kann ich bestätigen, dass immer mal wieder Gruppen gekapert werden, geschlossen oder umgebaut werden. Wenn das dann die einzige Plattform war, wird es schwierig, sich neu zu organisieren.

  23. Ich stimme dem Inhalt des offenen Briefes zu. Die Fragen und Kritikpunkte liegen uns seit längerer Zeit auf der Zunge. Danke den Leuten „aus der Mitte der Hierachie“, dass sie die Initiative ergriffen haben, den „obersten Aufstehern“ für ihr intransparentes „Führen“ und ihre den eigenen Versprechungen zuwiderlaufenden Top-Down Praktiken die (noch) gelbe Karte zu zeigen. Viele Basisgruppen haben vermutlich genau die gleichen Probleme damit wie ihr.

  24. ch kann die Panik nicht so ganz nachvollziehen. Es gibt meine regionale (Unter-)Gruppe (Hochtaunus),die Aktionen macht. Es gibt die Hessen-Gruppe mit vielen interessanten Beiträgen und Diskussionen, mit einer Veranstaltungsklaender für mehr Mitmach-Möglichkeiten in der Region. Es gibt eine Gruppe zum bedingungslosen Grundeinkommen, es wird wahrscheinlich eine Gruppe auf Hessen-Ebene zum Thema Pflege geben. Was brauch ich mehr zu meinem Aufstehen-Glück. Scheiß-Administratoren wird es immer geben. Da muss man sich wehren und zur Not eine neue FB-Gruppe gründen. Ansonsten: MEHR NEUROTYPISCHE AN DIE MACHT ! Wenn man aufpasst, dass man die nicht (wie sonst meistens üblich) vergrault, dann läuft es automatisch besser.

  25. Ich stimme sowohl dem Brief als auch einigen Komentaren zu.
    Über Facebook läuft es sich gefühlt fest und ich vermisse schon ein bissl „Mitziehen“ der Initiatoren. Ich vermisse ordentlich Pfeffer in der ganzen Suppe!

  26. Ich hatte seit einigen Tagen einen solchen brief erwartet.Es ist einfach nicht alles Gold was glänzt in dieser Bewegung.Ich frage mich nun ob die Macher jetzzt endlich erkennen das wir erwarten das sie sich outen.Wir wollen einfach wissen mit wem wir es zu tun haben. Für gewisse Vorfälle wird es höchste Zeit unsere Fragen zu beantworten. Ich möchte fast wetten darauf das immer noch keine offene Darlegung erfolgen wird.

  27. Ein wenig kann ich die Ungeduld schon verstehen, dennoch ist der Brief destruktiv – wenn man genau hinschaut und die Einbalsamierungsversuche durchschaut!

    Das was ihr ankreidet macht ihr selber auch: „… Alle Beteiligten sind dem ständigen destruktiven Input ausgesetzt. Zum Teil wird gezielt gegen Euch Stimmung gemacht. Diese Stimmungsmacher finden immer mehr Gehör und stellen schon jetzt eine massive Störung dar, die sich sogar auf die realen Aktivgruppen immer stärker auswirkt…“.

    Verräterisch ist zudem, dass ihr das „WIR“ (wir alle sind #aufstehen) verlassen habt und zu einem „IHR“ (ihr seid – ihr macht…) übergegangen seid (Oha)!
    Übrigens kann ich, als Mitglied von #aufstehen auch mit destruktiver Kritik umgehen, wenn sie nicht für jeden (A F D, Medien usw.) auf FB sichtbar ist!!

  28. Social Media als Echokammer ?
    Echo Kammern was heißt das ? hier ist jeder von uns, dreimal Sieben und jeder hat so seine Meinung. Und die muss so eine Bewegung genauso aushalten. Dafür Leben wir noch in einer Demokratie. Von daher kann ich den Brief und Text nicht ganz nachvollziehen. Zudem sind zu viel Themen wie ich das hier in Slack schon lesen kann. Darin sehe ich genauso eine Gefahr. Denn man sollte sich ermal auf die wichtigen Themen beschränken und nicht gleichzeitig sich hier als Weltpolizist aufspielen. Sorry hört sich hart an, doch leider ist das so. Technisch seit Ihr gut gerüstet und Preiswert. Warum nutzt ihr nicht die Vorteile mit Slacke und wollt andere Plattformen nutzen ? Hier kann man alles und jeden Ortsverband verknüpfen und mehr noch.. Von daher verstehe ich das ganze selbst nicht, und was der Brief bedeuten soll. Der Brief an sich ist eine Echokammer für alle Mitglieder die das gelesen haben und selbst so negativ darüber denken. Das ist meine Meinung dazu. Und im Vorfeld würde ich genauso wenig dazu Unterschreiben.
    Und noch eins wenn man meint das Facebook und Netzwerke Echokammern sind dann frage ich mich überhaupt warum ihr es nutzt. Zudem müsste ja jede Tageszeitung Nachrichten Sender eine Echokammer sein. Nein man muss schon das ganze etwas Selektieren und Aushalten das Menschen unterschiedliche Meinungen haben. Ich muss nicht alles von der AFD toll finden, doch ich finde Sie genauso wenig ganz schlecht. Sie haben wenigstens dafür gesorgt das dieses Migration Thema mal offen und Ehrlich angesprochen wird. Da mir das selbst zu viel an Einwanderung ist. Und ich selbst genauso wenig auf diesen Multi Kulti stehe. Darüber hinaus macht ihr zu viele Themen auf im ganzen von gegen Rechts bis nach ganz Links zu gehen. Und das würde ich mal eher dafür verantwortlich machen, das euch das Gefühl überkommt als wenn sich die neue Bewegung wieder spaltet. Für mich so wie und was ich Lesen kann in der Form wohl völlig klar.Vielleicht denkt ihr mal darüber nach. Denn Welt Polizist zu spielen und gleich alles nach dem Gustu der Bewegung zu verändern wird nicht gehen und gleichzeitig die Idee an sich zerstören. Die vielleicht nicht Falsch wohl Gedacht war wie von Sara Wagenknecht und weiteren. Darüber solltet ihr wirklich mal Nachdenken. Denn sonst zerstört euch nicht die Echokammern und die Netzwerke sondern ihr selbst.

  29. Ich glaube ich schreibe mal deutlich Klartext was mir zu aufstehen und dem heutigen Offenen Brief so durch den Kopf geht.
    Aufstehen wird von „denen da oben“ gar nicht mehr gewollt. Das ist denen alles viel zu unbequem geworden. Da sind einmal diese ganzen Mitglieder, die tatsächlich Demokratie von unten wollen, sprich mitbestimmen. Und dann sind da diese ……hüstel…..sagen wir mal rund um den SAMT befindlichen Leutchen, die grad tatsächlich gemerkt haben das man nicht so sonderlich viel von ihnen hält (von denen da oben), wo sie doch selber so viel von sich gehalten haben.
    Schwubs schreibt das Grüppchen rund ums SAMT einen Offenen Brief an den AA und veröffentlicht diesen für absolut JEDEN zu sehen auf der website von aufgestanden.org. Also auch zu sehen für jeden Journalisten und jeden Gegner von aufstehen.
    HALLO?
    Hätte das einer von uns aufsteherInnen und Kritikern des SAMT und der intransparenten Strukturen gewagt (und weiss Gott das hätte Niemand von uns gemacht um aufstehen nicht zu schaden), da wäre der Teufel los gewesen und diejenigen wären in hohem Bogen aus aufstehen rausgeflogen.
    Aber nein, dieses Grüppchen was ja soooviel von sich hält, das erlaubt sich auch hier wieder ein absolutes NO GO. Weil, man hat sie ja ignoriert.
    Das sie dies selber reichlich mit anderen aufsteherInnen getan haben und viele mutige und aktive aufsteherInnen verjagt haben ist jetzt mal nicht so wichtig. Denn das eigene Ego ist ja jetzt betroffen.
    Und um von der eigenen Ungeheuerlichkeit abzulenken, schwurbel man schnell mal was von „Hier sammeln sich Spalter, Trolle und selbstverliebte, selbsternannte Politführer. Hier scharen sie mehr und mehr Anhänger um sich und torpedieren die Arbeit der redlichen Mitstreiter und sämtlicher Entscheidungsträger im Social Media Bereich.“
    Nein liebe SAMTler und Fanbase, die Kritiker Eurer Machenschaften im SMT sind mit Sicherheit keine Trolle und Spalter. Die haben nämlich immer wieder das Gespräch gesucht, solange bis die Meisten einfach nur gegangen sind weil sie ignoriert oder beschimpft und gemobbt wurden.
    Ihr sprecht da nämlich von Euch selber. Beschreibt Euer eigenes Verhalten.
    Und jetzt steht ihr zwischen den Fronten mit Eurem Öffentlichen Brief.
    Merkt das ihr selber so behandelt werdet wie ihr andere aufsteherInnen behandelt habt. Naja nicht ganz so schlimm. Ihr werdet nur ignoriert
    Und jetzt wollt ihr Solidarisierung und wir sollen Euren Brief mit unterschreiben?
    Das könnt ihr bitte ganz schnell vergessen.
    Ich persönlich werde sicherlich keinen Brief unterschreiben der nach aussen darstellt wie gespalten aufstehen durch euch geworden ist.
    Ich unterstütze keine Menschen, die es nicht mal im Ansatz gelernt haben demokratisch zu handeln.
    Ich unterstütze Niemanden, dem jetzt das eigene vermeintliche Renommée und die kleinen Machtpositiönchen von dannen fliegen.
    Ich schaue lieber, was ich weiter inhaltlich beitragen kann um auch in Zukunft für ein sozialeres Miteinander zu kämpfen. Egal welche Überschrift das Ganze hat.

    • P.S Ich denke, dass es auch wichtig ist, klar zu stellen, dass Aufstehen auf Facebook in der Tat ein Problem mit Trollen und Sockenpuppen hat. Mit den Problem steht Aufstehen nicht alleine da. Das passiert häufig, aber der Umgang damit muss oft erst noch erlernt werden. Das kann man aber lernen. Es ist kein schönes Thema, aber wenn man es ignoriert, dann wächst es einem über den Kopf.
      Diese Trolle tummeln sich besonders gerne in den unverifizierten Gruppen und rauben dort alles und jedem den letzten Nerv. Sie verbreiten Halbwahrheiten und Lügen, lassen „die eigentlichen Mobber und Intriganten“ in besserem Licht erstrahlen, erlauben Shit-Storms (als Admins) auf andere Aufstehen-Mitglieder und fabrizieren Intrigen mit einer derartigen Dreistigkeit, das einem echt die Spucke weg bleibt.
      Wenn neue Menschen sich auf FB für Aufstehen interessieren und in eine dieser Gruppen geraten, denken die meisten sofort: „Oh Gott – nein Danke! Dann bin ich womöglich der nächste, der in so einen Zoff verwickelt ist…! und hauen ab. Das ist eine Rückmeldung, die wir nun schon mehrfach bekommen haben. Immer wieder und wieder und wieder und damit viel zu oft!
      Inzwischen haben Menschen – dank diesen Mobbern – erleben müssen, dass über sie Privates bis ans andere Ende von Deutschland getragen wurde, von Menschen, mit denen sie noch nie ein Wort geredet haben.
      Und das ist nicht mal der Fehler des sog. Trägervereins, sondern das liegt m.E. daran, dass es einfach zu viel Arbeit ist. Dass an allen Ecken und Enden Hilfe gebraucht wird, aber es immer schwerer wird effiziente Hilfe zu finden von Menschen, denen man auch wirklich vertrauen kann. Vertrauen wurde gebrochen. Den Personen da oben allerdings, denen kann man vertrauen und die vertreten ethisch und menschlich auch noch Werte, die dringend notwendig sind, um Aufstehen am Leben zu erhalten. Trump, Afd, Extremisten jedweder Coleur sind über FB groß geworden und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Besonders Vertreter bedenklicher Ideologien haben ein massiv ausgeprägtes Wir-Gefühl und beschützen sich vor negativen Außen-Einflüssen.

  30. Ich stimme dem Schreiben auch voll und ganz zu und möchte besonders herausstellen und betonen, dass es sich bei den Verfassern um besonders faire und team-orientierte Kollegen handelt, mit denen man Dinge intelligent, vernünftig, zielgerichtet und vertrauensvoll zusammenarbeiten kann.

  31. P.S Ich denke, dass es auch wichtig ist, klar zu stellen, dass Aufstehen auf Facebook in der Tat ein Problem mit Trollen und Sockenpuppen hat. Mit dem Problem steht Aufstehen nicht alleine da. Das passiert häufig, aber der Umgang damit muss oft erst noch erlernt werden. Das kann man aber lernen. Es ist kein schönes Thema, aber wenn man es ignoriert, dann wächst es einem über den Kopf.
    Diese Trolle tummeln sich besonders gerne in den unverifizierten Gruppen und rauben dort alles und jedem den letzten Nerv, stören, verhalten sich abwertend und gängelnd, oberlehrerhaft oder bevormundend. Sie verbreiten Halbwahrheiten und Lügen, lassen „die eigentlichen Mobber und Intriganten“ in besserem Licht erstrahlen, erlauben Shit-Storms (als Admins) auf andere Aufstehen-Mitglieder und fabrizieren Intrigen mit einer derartigen Dreistigkeit, das einem echt die Spucke weg bleibt.
    Wenn neue Menschen sich auf FB für Aufstehen interessieren und in eine dieser Gruppen geraten, denken die meisten sofort: „Oh Gott – nein Danke! Dann bin ich womöglich der nächste, der in so einen Zoff verwickelt ist…! und hauen ab. Das ist eine Rückmeldung, die wir nun schon mehrfach bekommen haben. Immer wieder und wieder und wieder und damit viel zu oft!
    Inzwischen haben Menschen – dank diesen Mobbern – erleben müssen, dass über sie Privates bis ans andere Ende von Deutschland getragen wurde, von Menschen, mit denen sie noch nie ein Wort geredet haben.
    Und das ist nicht mal der Fehler des sog. Trägervereins, sondern das liegt m.E. daran, dass es einfach zu viel Arbeit ist. Vermutlich – oder ziemlich sicher – möchten sie selbst gerne Dinge verbessern. Aber man kann eben auch nur sehr schwer kommunizieren über Videokonferenzen, Chats usw. Teams, die öfter an einem Tisch sitzen haben es leichter, vermutlich auch gemeinsame Werte zu definieren.
    Dass an allen Ecken und Enden Hilfe gebraucht wird, aber es immer schwerer wird effiziente Hilfe zu finden von Menschen, denen man auch wirklich vertrauen kann, ist m.E. auch ein Thema. Vertrauen wurde gebrochen. Den Personen, die diesen Text verfasst haben, allerdings, denen kann man vertrauen und die vertreten ethisch und menschlich auch noch Werte, die dringend notwendig sind, um Aufstehen am Leben zu erhalten. Man kann nicht an der Politik meckern, während man selbst – mit dem eigenen Charakter – keinen Beitrag dazu leisten möchte, dass Mieinander auch gelingt.
    Trump, Afd, Extremisten jedweder Coleur sind über FB groß geworden und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Besonders Vertreter bedenklicher Ideologien haben ein massiv ausgeprägtes Wir-Gefühl und beschützen sich vor negativen Außen-Einflüssen. Fangen wir endlich auch damit an und zwar konsequent!

  32. Ich habe bereits weiter oben dargelegt, daß der Brief meine Meinung wiederspiegelt.

    Ich melde mich erneut um darauf hinzuweisen, daß die Abschaltung der Seite, die Information in letzter Sekunde und die Intransparenz der Information die genannten Probleme noch einmal unterstreichen.

    Noch 5-4 Stunden vorher hab ich beim Freitagabendspiel des Ruhmreichen Handzettel verteilt, die nun ins Leere verweisen und damit mich und die Bewegung lächerlich gemacht. Danke schön!

  33. Ich verstehe den offenen Brief total. Wer für sich in Anspruch nimmt für Fairness und eine soziale Gesellschaft zu sein, der sollte auch für seine Leute ansprechbar sein. Wo ist da eigentlich der Angriff, wenn die Aktiven mal höflich fragen was, wie, wann, warum passiert? So geht man nicht mit Menschen um! Muss man nicht auch an seine Vorbildfunktion denken? Ich darf daran erinnern, dass wir Obdachlose von den Straßen in menschenwürdige Verhältnisse bringen wollten. Wir wollten den Sprachlosen eine Stimme geben. Was ist damit? Wir sollten reden.

  34. Ich stimme dem Brief ebenfalls zu. Es wird einfach langsam Zeit, dass Basisdemokratie und Transparenz geschaffen werden anstatt nur bleiernes Schweigen. Ganz ehrlich: Da hat sich die Piratenpartei aber besser geschlagen.

  35. https://aufstehen.home.blog/2018/12/15/offener-brief-an-sarahwagenknecht/
    ..zum offenen Brief von Andrea Schaaf, Cedric Hoyer, Anne Ruppert, Uwe Kloth, Inge Such, Bernd Grah, Lisa de Zanet und Jörg Kivries. In einem Vorwort schreiben diese 8 Personen, von denen ich 5 persönlich und 3 aus Videokonferenzen kenne: „Wenn ihr dieses Anliegen unterstützt, würden wir uns sehr darüber freuen, wenn ihr diesen Aufruf hier in den Kommentaren mit unterzeichnet. Ausserdem könnt ihr diesen Brief gerne auf allen Kanälen teilen!“

    Dieser Bitte komme ich gerne nach. Meine Unterschrift gibt es allerdings nur in Verbindung mit einem Kommentar zu dem offenen Hilferuf. Zunächst zum Selbstverständnis: „Wir sind so etwas wie der Mittelbau und wichtige Multiplikatoren für die Strategie und die politischen Kernbotschaften der Bewegung zwischen der Basis und der politischen Führung.“ Ehrlich gesagt, wer sich so über andere erhebt, erzeugt kein Wir Gefühl sondern eine weitere Spaltung, die zu recht in dem Brief beklagt wird. Die Unterzeichner beklagen sich auch über „selbstverliebte, selbsternannte Politführer.“ Hier stellt sich mir z.B. die Frage wer die Unterzeichner als Administratoren Ihrer jeweiligen Gruppe oder als „wichtige Multiplikatoren“ für die Strategie der Bewegung ernannt hat. Laut Ihnen, liebe Frau Wagenknecht, sind alle die bis zum 4.9.18 Ihrem Aufruf gefolgt sind, gleichzeitig auch Gründungsmitglieder. Inzwischen frage ich mich aber auch, so wie die Verfasser, wer trifft bei Aufstehen die Entscheidungen? Welche Rolle hat die Basis? Bin ich ein „Wagenknecht“ im Sinne eines Bediensteten, der nur für den Wagen zuständig ist auf dem andere wie Sie , liebe Frau Wagenknecht, sitzen und ein Statement nach dem anderen für die Sammelbewegung abgeben, ohne mich jemals nach meiner Meinung gefragt zu haben? Nicht das Sie mich falsch verstehen, ich bin Ihr Fan, sehe mich aber nicht als Wasserträger, sondern als jemand, der auch innerhalb der Bewegung für die in jeder Sonntagsrede geforderte „soziale Gerechtigkeit“ eintritt. Inzwischen habe ich allerdings den Eindruck, dass es auch innerhalb von Aufstehen ein „oben“ und ein „unten“ gibt. Die „oben“ stehen im Scheinwerferlicht und die da unten ignoriert man. Für den offenen Brief an die Initiatoren habe ich deshalb vollstes Verständnis. Ich gehöre auch nicht zu denen, die den Unterzeichnern unterstellten, sie wollten ihre persönliche Macht ausbauen. Eine Unterzeichnerin hat als Aufsicht im sogenannten Social Media Team (SMT) die Durchsetzung von Regeln zur Aufgabe. Bei so einem Job macht man sich nicht nur Freunde, denn es müssen auch Sanktionen ausgesprochen werden. Aber es bleibt ein Geschmäckle übrig, wenn sich die Exekutive, also eine Administratorin, gleichzeitig zur Schiedsrichterin, also zur Judikative erhebt und Urteile, bzw. Sanktionen, wie den Ausschluss von Mitgliedern aus Facebook Gruppen, fällt bzw. exekutiert. Vor allem dann, wenn die betroffene Person sich an alle Regeln und die Netiquette hält und dann wie einem Fall dokumentiert ist, mitgeteilt wird, wenn er sich an das SMT wendet; bekommt: Zitat “… wenn Du unsere Hilfe willst, dann musst du auch damit leben, Dich unseren Regeln zu unterwerfen.“ Der Betroffene hatte sich den Regeln unterworfen und wollte in Anwendung derselben einen Konflikt mit einem anderen Mitglied seiner Gruppe lösen. Ergebnis des Konfliktes, nachdem sich kein persönlich bekannter Mediator gefunden und der anonyme Administrator „Aufstehen.de“ auch nicht regiert hat: eine regionale hat sich wegen eines Diskurses in einer virtuellen FB Gruppe faktisch aufgelöst. Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass es nicht nur bei Aufstehen.de ein Desaster gibt. Die Phase der Euphorie ist vorbei. Jetzt haben Spalter, Querulanten, Postenjäger*innen, Trolle, Wasserträger und sehr wahrscheinlich auch etliche U-Boote die Bewegung an einen kritischen Punkt geführt.
    Liebe Frau Wagenknecht, „Aufstehen“ ist Ihr Baby und es ist Ihre Niederlage, wenn Aufstehen scheitert, also verlassen Sie endlich Ihren Berliner Elfenbeinturm und treten Sie in einen dringend überfälligen Diskurs mit der Basis ein. In diesem Sinne unterschreibe ich den offenen Brief von Andrea Schaaf, Cedric Hoyer, Anne Ruppert, Uwe Kloth, Inge Such, Bernd Grah, Lisa de Zanet und Jörg Kiveris
    und wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein frohes Fest sowie Erfolg und Frieden im neuen Jahr

    Ihr Gründungsmitglied Gerhard Nadolny

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  36. Ich bin Unterstützer von Aufstehen! seit dem ersten Tag, und regional haben wir vor einigen Jahren mit ziemlich übereinstimmender Zielsetzung die Offene Like Ries gegründet.
    Ich kann den text nur unterstützen.
    Ein gutes Beispiel für Intransparenz ist, dass ich erst gerade eben vom „Gast“ erfahren habe, dass es schon ein bundesweites Forum gibt. Ich kriege jede Woche ein bis 2 eMails vom team Sahra, da war nich nie ein Hinweis darauf. meine eMails an das Team werden Wochen später inhaltlich beantwortet. Inzwischen haben wir auf http://www.offene-linke-ries.de unser eigenes Forum eingerichtet.
    Es ist diese Intransparenz, die auf Dauer frustrierend bis abschreckend wirkt.
    Auf Instagram kann ich nicht veröffentlichen, wenn ich nicht die beiträge erst auf mein Smartphone übertrage und dann mit erheblichen Kosten darüber hochlade. Aus diesewm Grund haben wir uns lokal von WhatsApp verabschiedet und nützen Telegram.

    Meine Bedenken gegenüber Fratzbuch habe ich auch vom ersten Tag an begründet vorgebracht, eine intensive Diskussion über dieses Fakt hat nicht stattgefunden. Aus meiner Sicht leistet das der zunehmenden Entfremdung und Sprachlosigkeit Vorschub.
    Um so mehr habe ich mich gefreut, dass es diese Seite gibt und hier auch lokale Veranstaltungsankündigungen und Aktionsberichte eingebracht werden können. Bitte macht weiter damit !
    Mit solidarischen Grüßen

  37. Der Brief erscheint mir richtig und notwendig, um zu verhindern, dass die Bewegung kraftlos zerfällt oder von demokratiefeindlichen Gruppen für sich in Anspruch genommen wird.
    Manche Kommentare der User kann ich allerdings nicht mitragen, z.B. wenn da neue Politiker und Parteien gefordert werden. Wir brauchen keine neue Partei als Xte Alternative zu den demokratisch gewählten Parteien, aber diese bestehenden Parteien sollen zusammen eine Politik machen, die die sozialen Gräben der Gesellschaft beseitigt.

  38. Habe den Brief sorgfältig studiert und stimme dem zu. #AUFSTEHEN muß sich weiter stärken. Ein Weg wäre über Strukturen zu beraten, die Basisdemokratie und Administration in der Sache verbinden.✊♥️✊

  39. Super, der offene Brief. Auf die Antwort bin ich gespannt. Und hoffentlich ist die Antwort genauso offen wie euer offene Brief. Transparenz ist Grundbedingung für eine selbstbestimmte Entscheidung, ob man Mitglied der Aufstehen Bewegung bleiben will oder nicht. Eine Basis-Bewegung von Unten, – ohne hierarchisch-strukturierte und ohne die von anderen Parteien gewohnt bekannten Allüren im Denken und Handeln von Oben nach Unten -, eine solche wünsche ich mir.

    • Wir sind hier alles Privatpersonen, die nicht 24/7 vor dem PC sitzen. Und ja, jeder Kommentar muß manuell freigeschaltet werden, denn wir wollen wir hier weder Beleidigungen noch Werbe-Spam drin haben.

      Viele Grüße, Uwe

      • Ah, doch nicht geirrt.
        Ihr seid Privatpersonen, könnt ihr euch auch mal vorstellen? Kenne euch genauso wenig wie die Mitglieder des Arbeitsausschusses. (Letztere als Politiker schon, aber nicht persönlich.)In welcher Orstgruppe seid ihr tätig? Gehört ihr zur Koodinierungsgruppe, zu einer Orgagruppe?

  40. Ich stimme dem offenen Brief voll umfänglich zu. Ob „aufstehen“ eine Bewegung der Basis wird liegt an der Basis.
    Eines hilft immer -Solidarität-

  41. Ich stimme den offenen Brief NICHT zu. Das Drama mit der aufstehen.de Seite, der Abschaltung, den Kosten, dem Prozessrisiko und dem möglichen Verlust der personenbezogenen Daten zeigt doch gerade, dass EINE zentrale Lösung zu kurz gedacht ist. Ich neige eher zu dezentralen Lösungen. Diese können auch schneller auf die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden. Von den Autoren des Briefes hätte ich mir gewünscht, dass Sie Ihre Ideen zur Debatte an den „Unterbau“ stellen…

  42. In diesem Brief wird vieles formuliert, das mich schon sehr lange umtreibt und beunruhigt. Immer mehr Aktive der ersten Stunde wenden sich enttäuscht ab, auch weil ihnen einfach die Kraft fehlt, sich gegen diese ständigen Spaltungs, – und Zerstörungsversuche von rechts und von links zu wehren. Am schlimmsten sind die Unterwanderungen durch Teile der Linken. Die erkennt man nämlich nicht sofort. Und es geschieht oft vor den Augen der Leute von Aufstehen, die uns unterstützen sollen. So wurde ich z.B. als Moderatorin der Berliner Aufstehen – Gruppe raus gemobbt. Nun herrscht dort eine giftige Atmosphäre und eine Person spielt sich auf, als gehöre ihr der Blog. Nicht mal ein Danke für die bisherige, monatelange Arbeit bekam ich. Der Initiator der Berliner Gruppe Pankow/Nord-Ost wirft auch hin. Er ist ein sehr integrer Mann, bescheiden, wirkt eher im Hintergrund und hat sehr viel für Aufstehen getan.

    Wir werden in vielen kleinen Demos und Aktionen verbrannt, statt endlich einen großen Aufstand landesweist zu planen und durchzuführen. Jede Gruppe demonstriert für sich und ihre Ziele, anstatt sich endlich zusammen zu tun! Es wird viel zu viel Rücksicht auf die Spalterfunktionäre aus den Parteien genommen. Man überlässt ihnen das Feld, statt ihre Heucheleien zu entlarven. Ich sehe langsam schwarz.

  43. Hinsichtlich der E-Mail vom 24.11.2018 «Für eine Regierung der politischen Vernunft! Lasst uns ein Regierungsprogramm erarbeiten» und dem angedachten Termin März 2019, habe ich mich angesprochen gefühlt, dass ich sogleich die nachfolgende E-Mail am 8.12.2018 an den Arbeitsausschuss der Initiatoren sowie an die einzelnen Landesgruppen übermittelt habe:

    In diesen „Überbietungswettbewerb“, wie es Ingo Schulze nannte, können und wollen wir einsteigen, weil wir bereits die entsprechende Programmatik zu einem gemeinwohlorientierten Gesellschaftsmodell entwickelt haben. Hierzu gehören viele INITIATIVEN: – ein anderes Menschenbild; – ein Bedingungsloses Grundeinkommen; – die Erweiterung der Grundrechte im digitalen Zeitalter; – die kritische Auseinandersetzung mit dem digitalen Wandel; – eine andere Einstellung zum Reichtum des Landes und seiner Verteilung; – Ansätze, um die Lebensgrundlagen in Gemeingüter zu überführen; – eine neue Machtverteilung – weg von Parteieninteressen – hin zu Bürgerinteressen; – direkte Demokratie bis hin zu deliberativen Verfahren; – ein Europa von und für Menschen.

    Um einen neuen Gesellschaftsvertrag in die Wege zu leiten, bedarf es einer konkreten Diskussionsvorlage. Hierzu haben wir alle bisherigen 146 Artikel des Grundgesetzes erweitert, bzw. umgeschrieben und als Verfassungsvorschlag ins Netz gestellt. Ein Gesellschaftsvertrag frei nach Jean-Jacques Rousseau: „Das den Gesetzen unterworfene Volk muss auch deren Urheber sein“. „Wir“, das ist die INITIATIVE146; und nach dem Artikel 146 des Grundgesetzes haben wir uns benannt.

    Den Verfassungsvorschlag und viele Erklärungen, was wir uns dabei gedacht haben, findet Ihr unter http://www.initiative146.de. Das Grundsatzprogramm ist unter http://www.ini146.de abzurufen.

    Diese konkreten Vorlagen möchten wir jetzt ganz konkret in die jetzige Programmdiskussion mit einfließen lassen.
    Ich selbst bringe gut 10 Jahre programmatische Erfahrungen aus der Piratenpartei Deutschland mit und weiß, wie zäh sich basisdemokratische Entwicklungsprozesse über die einzelnen Gebietsverbände bis hin auf die Bundesebene gestalten. Auch bei der DiB (Marktplatz der Ideen) können wir beobachten, dass Themen immer wieder auf der kleinsten Ebene erneut aufgerollt werden, die bei der Piratenpartei, der BGE-Partei, den Sozialliberalen, den Liberalen Demokraten (Freiburger Thesen) oder bei uns längst zu Papier gebracht wurden.

    Wenn wir in den einzelnen regionalen Gruppen alle bisherigen „politischen Vordenker“ ignorieren und erneut bei Null anfangen (wie ich es gerade umfassend erfahren konnte), wird die „AUFSTEHEN“- Sammlungsbewegung schneller verpuffen, als uns lieb ist. Jede Veranstaltung setzt sich nur aus einer geringen „Stammbelegschaft“ zusammen, so dass die Arbeitsgruppen immer wieder an ein wechselndes Publikum mit anderen Erwartungshaltungen berichten. Wie belastbar sind die daraus resultierenden Beschlüsse? Wie sollen die regionalen Gruppen, die auf kommunaler Ebene agieren, die Brücke zu bundespolitischen und europäischen Aussagen schlagen?

    Ich rate dringend, programmatisch weiter oben einzusteigen und den bereits gemeinsamen Level aller in „AUFSTEHEN“ integrierten Parteien und Organisationen zu nutzen, um die Bewegung schnellstmöglich in eine aussage- und parteifähige Struktur zu bringen. Ich freue mich auf Euer Feedback …..

    ..das ich bis zum heutigen Tage nicht erhalten habe. Einfach nur Funkstille. Wollen wir jetzt eine wirkliche Alternative aufbauen oder sollen nur Aktionen stattfinden, die die Menschen zwar beschäftigen, aber keinen gesellschaftspolitischen Wandel hervorbringen? Oder glaubt noch einer von Euch, dass die bisherigen Parteien den Protest von der Straße in Programm umwandeln werden? Die nächste Koalition kommt bestimmt und da werden alle in Frage kommenden Protagonisten sich wieder an einem gemeinsamen Tisch einfinden. Wenn diese Bewegung nicht zur Partei (egal wie sie heißen mag) wird, werden wir uns über die Entwicklung der Republik noch die Augen reiben. Wir sollten es nicht vermasseln und endlich über fundierte Regierungsprogrammatik sprechen. Und das möglichst schnell.

  44. Diese ganzen außerparlamentarischen Bewegungen laufen sich seit der deutschen Einheit tot.
    Viele werden sich nicht mehr an die Komitees der Gerechtigkeit erinnern, oder ?

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